Panoramapfad

Logo Extratouren

Der Premiumweg Panoramapfad ist ein rund 11 km langer Rundwanderweg, der letztmalig im Jahr 2015 mit dem Deutschen Wandersiegel ausgezeichnet wurde.

Aussichten & Einsichten

Der Panoramapfad bietet, daher die Namensgebung, vielfältige Ausblicke auf das herrliche Ederbergland und die Höhenzüge des Rothaargebirges. Typisch für diese Mittelgebirgslandschaft sind zahlreiche Auf- und Abstiege.

Der Wegmarkierung folgend, gelangt der Wanderer zur Ruine der Hatzfelder Burg, die hoch über dem Städtchen aufragt. Hier wird dem Besucher ein Überblick über die Geschichte der Burg und der Stadt gegeben.

Am westlichen Rand der Burgruine erhält man einen Blick auf die angelegte Eder-Renaturierung. Die Eder, deren Quelle sich in 621 m ü. NN im Westfälischen befindet, zieht im Gebiet der Stadt Hatzfeld eine große Schleife weiter durch die Ortsteile Holzhausen und Reddighausen bis sie nach 176 km in die Fulda fließt.

Im Edertal ist das in 2007 neu angelegte FFH-Gebiet (Gebiete und Arten der Fauna-Flora- Habitat-Richtlinie) zu sehen, das einen Beitrag zur Renaturierung der Eder darstellt.

Der Wanderweg führt anschließend durch eine alte Kulturlandschaft, den „Schneitelwald“. Die Hainbuchen wurden in regelmäßigen Abständen auf Stock geschnitten, um eine stärkere Laubbildung für die Tierfütterung zu gewährleisten. (www.gartenroute.de)

Nach einer tollen Wanderung empfehlen wir unbedingt einen „Abstecher“ in die Stadt zu unternehmen: Vorbei an der Stadtkirche St. Johannis durch die Gassen der Altstadt kann das Museum „Ammes Haus“ besucht werden, in dem das Leben der Frauen auf dem Lande in den vergangenen Jahrhunderten dargestellt wird (Öffnungszeiten: April – Oktober, jeweils am 2. Sonntag im Monat 14.00 – 17.00 Uhr).

Sehenswertes in Hatzfeld

  • Museum Ammes Haus (April bis Oktober,
    jeden 2. Sonntag im Monat von 14.00 bis
    17.00 Uhr, Telefon 0 64 67/9 12 00)
  • Burgstübchen (Fundstücke der Grabungen
    vom Burgberg, geöffnet nur nach Vereinbarung,
    Telefon 0 64 67/7 78)
  • Emmauskapelle mit Rindt-Orgel
  • Hessens kleinstes Gotteshaus
    in Hatzfeld/Lindenhof
  • Freizeitzentrum Sackpfeife

Auf der anderen Seite der Eder liegt die von dem königlich preußischen Oberförster Graf Schmissing-Kerrsenbrock erbaute Hubertus Kapelle.

 

Nicht weit davon entfernt steht die aus dem 12. Jh. stammende Emmauskapelle mit der berühmten „Rindt-Orgel“, eine der ältesten, noch spielbaren Orgeln Hessens. Das in spätromanischer Bauform im 12. Jahrhundert errichtete Gotteshaus, war die ursprüngliche Dorfkirche des im 30-jährigen Krieg ver wüsteten Dorfes Niederhatzfeld.

Für den steilen Aufstieg wird der Wanderer durch herrliche Ausblicke in das Edertal, auf das Bergmassiv der Sackpfeife (674 m), bis hin zum Kellerwald im Osten und das Rothaargebirge im Westen belohnt. „Auf der Hardt“ hat man einen besonderen Rundblick. Am „Kreuzweg“ erreicht man mit 500 m den höchsten Punkt der Strecke.

Der Panoramapfad führt weiter vorbei an einer Streuobstwiese, oberhalb eines idyllisch gelegenen Schäferhofes, hinauf zum „Pracht-Sattel“, wo ein Gedenkstein an einen im 1. Weltkrieg gefallenen Forstbeamten erinnert. Durch alte Buchenwälder führt der Weg zurück zum Ausgangspunkt.

Eine Besonderheit ist auch das Hotel „Ederlust“. Es wurde 1879 vom Adjutanten des engl. Königs Eduard VII als Fischereihaus gebaut, um adlige Gäste zu beherbergen, die die reichen Lachsbestände der Eder fischten bzw. das Rotwild im Gebiet der Sackpfeife jagten. Zu den Gästen gehörten König Eduard VII, Winston Churchill und Rudolf Schock.

Höhenprofil Panoramapfad

Informationspult „Hardt“

Im Süd-Westen schaut man auf einen Verbindungsweg ins Lahntal. An dieser alten Handelsstraße, die vom westfälischen Münster ins Rhein-Main-Gebiet führte, entdeckte man bei Straßenarbeiten in den 30-er Jahren Chatten- Gräber. 1989 wurden 26 der ca. 2000 alten Germanengräber freigelegt und wissenschaftlich ausgewertet.

Im Süden blickt man auf den Ederberg (502 m ü. NN). Dahinter erhebt sich einer der höchsten Berge Hessens: Die Sackpfeife (674 m ü. NN) mit den Sendeanlagen des Hesssichen Rundfunks.

Hinter den Baumwipfeln versteckt steht der Kaiser- Wilhelm-Gedächtnisturm (Aussichtsturm). Richtung Süd-Osten kann man die Berge des Kellerwaldes mit dem Sender „Hohes Lohr“ erkennen.

Im Osten sind die Holzhäuser Klippen zu sehen (Aussichtspunkt Schiefer-Kaute), von denen man einen herrlichen Blick ins Edertal hat (Tipp: auf der Extratour Drachenflug kann man einen Abstecher zu den Holzhäuser Klippen unternehmen).

Informationspult „Kreuzweg“

Wie der Name schon sagt, treffen hier zahlreiche Wanderwege zusammen: Zum Beispiel der bekannte Wartburgpfad, welcher in Hatzfeld beginnt. Der Ederhöhenweg ist auch nicht weit entfernt.

Nach Süd-Osten geht es über den Gipfel des Ringelsberges (534 m ü. NN) nach Holzhausen, ebenso der Weg nach Süden, wo die Eder unterhalb von hohen Steilfelsen in großen Schleifen nach Osten fließt.

In den Jahren bis nach dem 2. Weltkrieg war der Kreuzweg der kürzeste Fußweg für zahlreiche Hatzfelder zu ihrer Arbeitsstätte, dem Reddighäuser Hammer, auf dem auch die Eder durchquert wurde. Nach Osten führt der Weg über den Kamm nach Reddighausen. Der Weg nördlich der Eiche führt nach Hatzfeld.

Der Kreuzweg liegt in einem ausgedehnten Mischwaldgebiet aus Lärchen, Buchen, Fichten und Eichen.

Essen und Trinken

Hatzfeld

  • Bäckerei Eckhardt
    Telefon 06467/229, Öffnungszeiten: So. geschlossen,
    Mo.-Fr. 6-18 Uhr, Sa. 6-12 Uhr.
     
  • Glösers Grill Imbiss
    Telefon 06467-725, Öffnungszeiten: Di.-So. 11-14 Uhr und 16.30-20.30 Uhr